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DIN-zertifizierte Übersetzungen

13.06.2014
Thema Technologie

WinCC: Übersetzung und Lokalisierung von längenbeschränkten Texten

Graphische Bedienoberflächen auf Monitoren oder Displays visualisieren auf kleinstem Raum, Informationen zu Bedien- und Beobachtungsfunktionen, Anweisungen und Fehlermeldungen. So praktisch diese kompakte Form für die Anwendung ist, so groß ist die Herausforderung für die Übersetzung. Denn die meisten Sprachen brauchen bei der Lokalisierung mehr Platz als das Deutsche oder Englische, die ihrerseits eher kompakte Sprachen sind und wenig Raum benötigen. So expandiert die Französische Übersetzung gegenüber dem Englischen und Deutschen beispielsweise um 20 bis 30%.

Moderne Lokalisierungs- und Translation-Memory-Systeme, die bei der Übersetzung von Benutzer- und Bedienoberflächen oder auch bei Display-Texten zum Einsatz kommen, können die Zeichenketten der Quelltexte oder Pixelzahlen der Textfelder analysieren und eine bestimmte Zeichenbeschränkung bei der Übersetzung vorgeben. Der Übersetzer weiß an dieser Stelle dann genau, wie „lang“ seine Übersetzung sein darf und wo er sich kurz halten, sprich: abkürzen muss, oder aber, wo die Übersetzung länger sein darf als der Ausgangstext. Führende Lokalisierungssysteme lassen außerdem die Änderung des Layouts zu, z. B. die Anpassung von Dialogfeldern.

Für die Übersetzung in der Simatic WinCC-Visualisierungsumgebung geht die Berechnung allerdings nicht auf. Bei WinCC können diese Informationen nicht exportiert werden. Die genannten Systeme  können sich nur an der Länge des Ausgangstexts orientieren. Ihnen stehen jedoch keine Informationen zur maximal erlaubten Zahl von Anschlägen oder der Anzahl von Textfeld-Pixeln zur Verfügung. Dies ist aber entscheidend für eine „unkryptische“, verständliche Übersetzung.

Eine Lösung für die optimale Übersetzung von WinCC-Texten funktioniert praktisch nur im Zusammenspiel mit dem WinCC-Austauschformat, dem Translation-Memory-System und der Nutzung von WinCC als Viewer. Die Translation-Memory-Systeme stellen sicher, dass Texte konsistent, fehlerfrei und unter Berücksichtigung der Terminologie des Kunden übersetzt werden können. Nach dem Import der übersetzten Texte in WinCC können die Texte vom Übersetzer selbst direkt in den Bildschirmseiten auf Verständlichkeit hin überprüft werden. Durch Abkürzungen und abgeschnittene Texte verursachte unverständliche Übersetzungen können so auf ein Mindestmaß reduziert werden. Falls nicht genügend Platz für den Text in einem Feld vorhanden ist, kann der Übersetzer diesen bestmöglich kürzen und jeden noch verfügbaren Platz ausnutzen – das Resultat sieht er umgehend. Die Verständlichkeit und Bedienfreundlichkeit von WinCC-gesteuerten Maschinen und Anlagen steigt und damit auch die Qualität.

Für Fragen und Lösungen zum optimalen Übersetzungsprozess von WinCC-Texten hilft Ihnen Ihr oneword-Ansprechpartner gerne weiter. Wir freuen uns natürlich auch über Ihre E-Mail an kontakt@oneword.de.


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