Loading...
Oneword Partner

Was steckt hinter der Post-Editing-Norm ISO 18587?

Maschinell übersetzte Texte müssen auf „Genauigkeit und Verständlichkeit überprüft, die Lesbarkeit verbessert und Fehler korrigiert werden“, so der genaue Wortlaut unter Punkt 4.1. der neuen Norm ISO 18587. Mit Erscheinen der ISO 18587:2017 „Übersetzungsdienstleistungen – Posteditieren maschinell erstellter Übersetzungen –Anforderungen“, gibt es seit Anfang Februar 2018 ein Regelwerk, welches alle Voraussetzungen und Anforderungen beschreibt, unter welchen die Leistung erbracht wird. Dabei beschränkt sich die Norm auf das vollständige Posteditieren, das heißt auf eine Variante des Post-Editings, bei der das Ergebnis qualitativ an eine Humanübersetzung heranreicht. Varianten des sogenannten leichten Posteditierens werden nicht berücksichtigt.

Warum braucht es eine Norm für das Post-Editing?

Wie sich durch die allgemeine Qualitätsnorm für Übersetzungen, die ISO 17100, erwiesen und bestätigt hat, erleichtert die Schaffung von Normen im Übersetzungsbereich den Vergleich von Leistungen und gibt Sicherheit, dass eine Leistung einem überprüfbaren Standard entspricht. Vor allem aber erleichtern die Beschreibungen in der Norm die Festlegung der Anforderungen für die jeweiligen Prozessbeteiligten (Post-Editor – Dienstleister – Kunde) und ermöglichen eine gemeinsame Sprache und Verständnis über das Posteditieren.  

So werden mit der Post-Editing-Norm ISO 18587 unter anderem Begriffe und Abkürzungen, die Ziele des Post-Editings, die einzelnen Arbeitsschritte und Aufgaben des Post-Editors genau definiert. Unter Punkt 5 werden die vorschriftsmäßigen Qualifikationen und Kompetenzen des Post-Editors erläutert, die den Qualifikationen des (Fach-)Übersetzers, die wir bereits aus der ISO 17100 kennen, entsprechen und als Zusatz noch um eine spezielle Post-Editing-Ausbildung ergänzt werden. Insgesamt kommt die Norm mit nur 16 Seiten (ohne Anhang) auf eine handliche Größe, was die Praxistauglichkeit unterstreicht.

Insgesamt sind die Anforderungen der Norm gut umsetzbar und spiegeln den heute üblichen Ablauf der Leistung Post-Editing wieder, auch wenn nicht weiter auf die Unterscheidung zwischen leichtem und vollständigem Posteditieren eingegangen wird. Die Qualifikationen und Kompetenzen des Post-Editors weisen jedoch erstaunlich viele Parallelen zur Norm ISO 17100 auf. Diese beschreibt die Anforderungen an Übersetzungsdienstleistungen (Humanübersetzung) und beweist, dass die hohe sprachliche und fachliche Qualifikation und Kompetenz von Übersetzern und Post-Editoren Grundvoraussetzung für das entscheidende Leistungsmerkmal sind.

Sie haben Fragen zur Norm ISO 18587 oder ISO 17100 oder zu einer unserer Leistungen? Sie möchten Machine Translation und Post-Editing in Ihre Prozesse integrieren? Wir beantworten Ihnen gerne alles ausführlich in einem Telefongespräch, per E-Mail oder, wenn Sie möchten, auch gerne persönlich.

Jasmin Nesbigall

Leitung

Jasmin

Dipl.-Übersetzerin

Loading...

Das könnte Sie auch interessieren

Unser Qualitätsmanagement nach ISO 17100

Qualitätsmanagement

Liefert Ihnen höchste Übersetzungsqualität.

Stufen der Qualitätssicherung

Qualitätssicherung

Für ein hochwertiges Übersetzungsprodukt.

Wir sind eins. oneword.

oneword Team

Lernen Sie hier unser leistungsstarkes Team kennen.

Wie schnell ist Post-Editing?

Wie schnell ist die Bearbeitung beim Post-Editing? Welches Volumen schafft ein Post-Editor pro Tag? Natürlich hängt die Bearbeitungszeit von der Qualität des Outputs maschinell erzeugter Übersetzungen und dem gewünschten Bearbeitungsgrad ab. Trotzdem gibt es Richtwerte, die zumindest abschätzen lassen, wie viel Zeit und Kosten durch Post-Editing eingespart werden können. Während der Übersetzer, der den Ausgangstext inhaltlich und stilistisch korrekt in die Zielsprache überträgt, etwa 2.000 Wörter pro Tag schafft, gleicht der Post-Editor vor allem den Zieltext mit dem Ausgangstext ab und schafft bei einer durchschnittlichen Fehlerkorrektur ca. 8.000 Wörter pro Tag. Je nachdem, wie viel Qualitätssicherung (QA-Checks) betrieben wird, reicht die Bandbreite von 5.000 Wörtern bei vollständigem, und bis zu 20.000 Wörtern pro Tag bei nur leichtem Posteditieren (full/light post-editing).

Angebot anfordern
Ich bin damit einverstanden, dass mich oneword GmbH kontaktiert und meine angegebenen Daten speichert.