24.06.2026
Terminologieprüfung in Ausgangstexten
Viele Unternehmen beschäftigen sich erst dann mit Terminologie, wenn sie ihre Inhalte in andere Sprachen übersetzen. Dabei entsteht die Grundlage für eine konsistente Unternehmenssprache bereits in der Ausgangssprache. Verwenden Autor:innen festgelegte Fachterminologie nicht einheitlich, setzen sich diese Unterschiede und möglichen Missverständnisse oft in allen Zielsprachen fort. Deshalb lohnt es sich, Terminologievorgaben im Ausgangstext schon vor der Übersetzung zu prüfen. In diesem Blogpost erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, die Qualität von Ausgangs- und Zieltexten mit professioneller Terminologieprüfung zu verbessern.
Ausgangsterminologie als Fundament der Corporate Language
Terminologiearbeit beginnt definitiv in der Ausgangssprache. Textersteller:innen verwenden Fachtermini für Produkte, Bestandteile, Prozesse und Leistungen. Idealerweise werden diese Fachtermini zentral erfasst, um allen eine einheitliche Verwendung zu ermöglichen.
Die Terminologie in den Zielsprachen basiert auf den Vorgaben der Ausgangssprache. In Terminologiedatenbanken werden die festgelegten Begriffe mit ihren Äquivalenten verknüpft, sodass über alle Sprachen hinweg einheitlich und eindeutig kommuniziert werden kann.
Das verbessert nicht nur die Verständlichkeit und Qualität der Texte, sondern erleichtert auch die Übersetzung und unterstützt Übersetzer:innen mit klaren Vorgaben. Gleichzeitig wird die Qualitätskontrolle deutlich einfacher und zuverlässiger.
Terminologieprüfung während der Texterstellung
In der Praxis werden Terminologievorgaben beim Schreiben nicht immer konsequent eingehalten. Unterschiedliche Textersteller:innen nutzen verschiedene Fachtermini und greifen nicht auf festgelegte Standards zurück.
Die Folge: Fehlerhafte oder uneinheitliche Terminologie gelangt in die Inhalte und wird später in die Übersetzungen übernommen. Dies kann zu Missverständnissen und Fehlern führen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, dies zu vermeiden.
Autorenunterstützung in Redaktionssystemen und CMS
Einige Redaktions- und Content-Management-Systeme bieten Autorenunterstützung als Kernkomponente oder Plugin. Dabei werden Terminologiedatenbanken direkt in die Arbeitsumgebung integriert.
Diese Systeme können dann zum Beispiel vor verbotenen Begriffen warnen, korrekte Termini vorschlagen oder gezielt nach den richtigen Benennungen suchen. So vermeiden Textersteller:innen aufwendige Recherchen und Fehler bereits während des Schreibprozesses.
In vielen Fällen stehen solche Funktionen allerdings nicht allen Abteilungen zur Verfügung. Häufig arbeitet beispielsweise nur die Technische Dokumentation mit dem entsprechenden Redaktionssystem oder CMS, sodass keine unternehmensweite Terminologieprüfung sichergestellt werden kann.
Einbindung in Plugins und Widgets
Doch auch in weiter verbreitete Texterstellungsprogramme, wie MS Word oder PowerPoint, lässt sich Terminologie einbinden. Dies erfolgt entweder über Plugins oder mithilfe von Zusatzprogrammen der Terminologiedatenbankhersteller. Sogenannte Widgets laufen im Hintergrund und stellen die Anbindung an die Terminologiedatenbank sicher. Über eine Textmarkierung oder einen Shortcut können Termini dann mit der Datenbank abgeglichen und bei Bedarf korrigiert werden. Gleiches gilt für Plugins, welche die Datenbank in die Texterstellungssoftware einbinden und dort eine Prüfung und Korrektur ermöglichen. Der Vorteil beider Methoden: Die Vorgaben stehen allen Mitarbeiter:innen in ihren gewohnten Arbeitsumgebungen zur Verfügung und können somit von einem größeren Personenkreis genutzt werden.
Terminologieprüfung nach der Texterstellung
Während die Terminologieprüfung bei der Texterstellung also eng an das Dateiformat geknüpft ist, lässt sie sich nach der Texterstellung unabhängig vom Dateiformat als eigener Schritt prüfen. Dies kann sowohl vor der Textveröffentlichung als auch vor der Weitergabe an die Übersetzung erfolgen.
Auch hier werden fehlerhafte Termini im Ausgangstext erkannt und können schnell korrigiert werden. So verbessern Sie nicht nur die Qualität der Ausgangstexte, sondern schaffen auch die besten Voraussetzungen für einheitliche Übersetzungen.
Für diesen Zweck eignet sich zum Beispiel eine strukturierte Terminologieprüfung über unsere Korrekturplattform oneReview.
Terminologieprüfung mit oneReview
Sie können oneReview flexibel einsetzen – entweder direkt im Übersetzungsworkflow oder als eigenständige Prüfung für Ihre Ausgangstexte. Damit integrieren Sie eine Korrekturschleife nach der Texterstellung ganz unkompliziert in Ihre Prozesse.
oneReview hat unter anderem folgende Funktionen:
- Ansicht des gesamten Textes im Layout
- Professionelle Einbindung von Terminologie
- Farbliche Markierung verbotener oder falscher Termini
- Korrektur direkt im Texteditor
- Integrierte Qualitätskontrolle
Der Ablauf im Überblick
Unser Prozess ist bewusst einfach gehalten: oneword erstellt auf Basis der Ausgangsdatei ein Projekt und bindet Ihre Terminologiedatenbank ein.
Anschließend erfolgt die Bereitstellung in einem von zwei Formaten:
- HTML-Variante zur internen Korrektur
Der Text wird mit farblichen Markierungen bereitgestellt. Terminologieabweichungen sind direkt sichtbar und können im Ausgangsdokument korrigiert werden. - Bearbeitung in oneReview
Die Korrektur erfolgt direkt in oneReview, unterstützt durch verschiedene Qualitätskontrollfunktionen. Danach stellt oneword Ihnen die bereinigte Ausgangsdatei bereit.
Beide Formate ermöglichen eine schnelle Überprüfung und Korrektur der ausgangssprachlichen Terminologie, sodass die Dokumente direkt für Folgeprozesse genutzt werden können.
Fazit: Eine einheitliche Terminologie in der Ausgangssprache ist entscheidend
Eine korrekte Terminologie ist nicht nur beim Übersetzen relevant, sondern bereits beim Schreiben oder Überprüfen der Ausgangstexte. Wenn Unternehmen festgelegte Benennungen von Anfang an konsequent verwenden und vor der Übersetzung prüfen, schaffen sie die Grundlage für eine einheitliche Kommunikation in allen Zielsprachen. Gleichzeitig verbessern sie die Qualität ihrer Inhalte, vermeiden unnötige Korrekturschleifen und erleichtern sowohl Übersetzungsprozesse als auch Qualitätskontrollen. Entscheidend dabei ist, dass die Terminologie gut in bestehende Prozesse und Umgebungen eingebunden werden kann und die Prüfung damit einen kleinen, aber wichtigen Zusatzschritt bei der Texterstellung darstellt.
Möchten Sie Terminologie in Ihren Ausgangstexten zuverlässig prüfen und Abweichungen frühzeitig erkennen? Die Expert:innen von oneword zeigen Ihnen gerne in einem unverbindlichen Gespräch, welche Möglichkeiten sich eignen und wie Sie oneReview sinnvoll in Ihre bestehenden Prozesse einbinden und die Qualität Ihrer Ausgangs- und Zieltexte nachhaltig verbessern können.
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